Archive for the ‘Lernen’ Category
Lest und unterstützt das “Grüne Blatt”
Januar 12th, 2010 Posted 12:39 pm
Dieser Artikel ist von http://klimaschutzvonunten.blogsport.de/
Das Grüne Blatt ist eine vierteljährlich erscheinende Zeitschrift für Umweltschutz von unten. Das heißt es werden viele Umweltthemen aus einer herrschaftskritischen Sichtweise behandelt, aber auch völlig andere Themen, weil das grüne Blatt ein offenes Medium ist, in dem es keine Zensur ist.
Damit ist das grüne Blatt ein Experiment, und das einzige offene Printmedium im deutschsprachigem Raum. Offen heißt dass jede/r seine/ihre Artikel im grünen Blatt Wiki online stellen kann, und die Artikel dann in der nächsten Ausgabe abgedruckt werden. Offen heißt aber nicht, dass es egal ist was dort geschrieben wird. Bei Anti-emanzipatorischen Inhalten, sollte es immer Menschen geben die Aufmerksam sind, und direkt eine Stellungsnahme schreiben.
Unterstützen könnt ihr das grüne Blatt, indem ihr es lest, verteilt, und selber schreibt.
Das grüne Blatt braucht dringend AbonnentInnen: Informieren über Abos, kannst du dich hier, Aboschnippel, befinden sich in den grünen Blättern hinten drin.
Posted in Buch/Zeitschriftentipps, Direkte Aktion, Information, Lernen, Ziviler Ungehorsam, kreative Aktionsformen
Neue Chance für SchulschwänzerInnen
Dezember 11th, 2009 Posted 4:31 pm
Jenseits von SozialarbeiterInnenprojekten und Wiedereingliederungsmaßnahmen in die gut durchdachte Hierarchie. Selbstorga, denn es ist DEIN Leben und nur DU weißt, was dich wirklich interessiert. Ein kleiner Schritt in diese Richtung wird demnächst in Freiburg gegangen. Für eine, zwei, viele freie, selbstorganisierte Bildungsangebote!
In Freiburg soll eine offene Uni aufgebaut werden. Das Konzept: An einem festen Tag jede Woche soll offener Uni Tag in der KTS sein. Morgens gibt es ein SchulschwänzerInnen-Café in dem sich SchulschwänzerInnen über Schulkritik austauschen sollen, oder einfach das machen wonach ihnen ist. Mittags gibt es dann VoKü, und danach fangen die Workshops, Kurse, Diskussionsrunden, Vorträge, Vorlesungen, Filme, und so an bis abends. Das Programm soll vielfältig sein, auf verschiedenstem Niveau, und inhaltlich von Sprachkursen bis linksradikalen Diskussionsrunden. Daneben soll auch eine Diskussion darüber stattfinden, wie emanzipatorische Bildung aussehen soll, und wie das bestehende Bildungssystem angegriffen werden kann. Anschließend soll der Tag immer abklingen durch ein interaktives Abendprogramm.
Der erste offene Uni Tag soll in der ersten Februar Woche stattfinden. Gleich für den ersten Tag wollen wir groß mobilisieren und ein breites Programm organisieren. Falls es Leute gibt die Vorträge oder Workshops machen wollen, bitte melden. Auch regelmäßige Kurse sind super, aber wohl eher für Leute aus der Region.
Ansonsten wird die blogsport Seite offeneunifreiburg.blogsport.de bald eingerichtet, die verlinkt werden kann.
bildungssalat-Kongress bei Bremen
September 8th, 2009 Posted 10:18 pm
In aller Kürze mal schnell was reinkopiert…
bald gibts dann auch wieder was feinrecherchiertes…
**Bildungssalat – Kongress rund um Wissen und Lernen ohne Zwang**
*7.-11.Oktober 2009 in Bassum bei Bremen* – *www.bildungssalat.de*
Für wen lernst du eigentlich? Müssen Menschen zum Lernen gezwungen
werden? Brauchen wir nur Reparaturen oder ein ganz anderes
Bildungssystem? (Wie) Kann Lernen in Freiheit funktionieren?
Reicht es, wenn Bildung wieder so wie vor den Kürzungen wird oder willst
du dich damit nicht zufrieden geben? Sind Bildungsstreiks der richtige
Weg zum Ziel? Welches Ziel überhaupt?
Das Herbstspektakel ist ein alljährlich stattfindender Jugendkongress,
der dieses Jahr Bildung zum Schwerpunktthema hat. Du kannst in
entspannter Atmosphäre viele Workshops zu spannenden Themen besuchen
oder selbst anbieten (nicht alles muss mit “Bildung” zu tun haben),
Gleichgesinnte treffen, musizieren, Theater machen, locker beisammen
sein und vieles mehr.
Hier eine kleine Auswahl der Inhalte:
* Schul- und Notenkritik
* Konflikte lösen mit Gewaltfreier Kommunikation
* Anti-Pädagogik
* Antirassistische und geschlechtsbewusste Bildungsarbeit
* Unschooling
* ein Theaterstück gestalten und spielen
* Vernetzung der Bildungsproteste
* Kritischer Medienkonsum
* Bildungsnetzwerke und Travelling School of Life
* Lernen von den Yes Men – Kommunikationsguerilla
* Ökonomische Alphabetisierung – wie funktioniert unser
Wirtschaftssystem?
* Earth Education
* Verschiedene Spiele zur Simulation von Konsum und Welthandel
* Von der Natur lernen – u.a. Besichtigung eines Permakulturprojektes
* kreative Aktionsformen und Aktion in Bremen zu Bildungspolitik
* Informelles Lernen
* Erziehung zum Weißsein – Rassismus in der Erziehung
* Kulturelles Programm mit Filmen und Kleinkunst
* Tanzen, Musik machen, Jonglieren…
…auf dem Herbstspektakel treffen!
Ihr seid eine Gruppe, die sich mit dem Thema Bildung auseinandersetzt
oder vielleicht ein größeres Treffen plant, um Dinge zu diskutieren oder
zu entwickeln? Dann macht das doch in Bassum! Ihr könnt am
Rahmenprogramm teilnehmen, müsst euch nicht um Verpflegung kümmern und
könnt einen eigenen Raum haben, wenn ihr wollt. Außerdem trefft ihr
viele spannende junge Menschen, die sich auch mit eurem Thema
beschäftigen – eine tolle Vernetzungsgelegenheit!
Du hast Interesse am Bildungssalat?
Dann schau doch für nähere Infos auf www.bildungssalat.de vorbei oder
schick uns eine Email! Wir melden uns dann bei dir.
Posted in Kongresse, Camps und Vernetzung, Lernen
“Wer lebt mit wem?”Herrschaftskritisches Sommercamp zum Thema “Kind”
Juli 12th, 2009 Posted 5:18 pm
Hiermir lade ich zu einer sehr wichtigen Grossereignis, das sich vom 27.07 bis zum 02.08. auf der Burg Lutter, einer 30 Jahre alten Kommune nähe Hildesheim und Goslar, abspielen wird.
Das Herrschaftskritische Camp “Wer lebt mit wem und warum und wie?” Alleine schon der Titel verrät, wie schwierig es sein kann, wenn mensch andere Arten des Seins und Zusammenlebens sucht, als der immer noch vorherrschenden Heile Welt Familien Pseudoidylle der 50 Jahre. Klein und rein, so soll sie sein, das Familiendasein.
Und abschotten soll man sich, “Cocooning” genannt, gerade jetzt in der Wirtschaftskrise wäre es ja fatal für die Herrschenden, wenn die Menschen untereinander wieder anfangen würden sich zu vertrauen und kleine Dienste und Dinge ohne Geld miteinander austauschen würden.
Obwohl das Ideal also noch von vielen noch hochgehalten wird ( Hochzeiten, Elternzeitschriften, Kirche, Werbung, ZensURSULA von der Leyen) ist es eigentlich auch schon wieder dabei zu verschwinden, ganz unspektakulär, aber oft auch sehr schmerzhaft für alle Beteiligten, die doch “irgendwie” noch dran geglaubt haben. Jede 2. Ehe in Großśtädten wird geschieden, auf dem Land ist es jede 3., wohlfühlorientierte und liebebedürftige Kinder werden zu rebellierenden “Tyrannen” ernannt, für jedes Zipperlein hat der Psychologe die passende “Krankheit” und Arznei im Schrank, in der Pubertät kommt es aufgrund von Mangelerfahrungen in der frühen Kindheit zu Alkoholexzessen und Amokläufen und Shoppingwahn. ( der ja angeblich völlig normal ist und in Teeniezeitschriften total gehypt wird)
Schulverweigerung ist an der Tagesordnung, auf der anderen Seite schlucken schon viele Kinder einen Pillencocktail um den hohen Anforderungen der suizidalen Hochleistungsgesellschaft noch gerecht werden zu können.
Liebe, was ist das eigentlich? fragen sich fast alle und obwohl es medial und auch im persönlichen Bekanntenkreis immer mehr, oft sogar ausschließlich thematisiert wird, scheinen wir es immer weniger zu wissen. Promiskuität war vielleicht mal in den 60zigern revolutionär, heute unterliegt sie in den meisten Fällen derselben kranken Konsumlogik, wie unsere sich häufenden Einkäufe, die uns doch nie glücklich machen.
Gibt es vielleicht andere Arten des Zusammenlebens der Menschen, solche, die alle Beteiligten zufriedener machen? Ein Blick in die Anthropologie verrät, dass der Mensch bis zur industriellen Revolution immer in Großverbänden und Patchworkfamilien gelebt hat und in sogenannten primitiven Eingeborenenstämmen es auch heute noch tut.
Was ist eigentlich Anti-Pädagogik? Das, wo die Kinder den Erwachsenen auf der Nase herumtanzen? Kinder brauchen doch Grenzen, nicht wahr? Woher kommen eigentlich unsere Ideen, was Erziehung anbelangt? Warum hält unsere Gesellschaft schon kleinste Babys auf körperlichen Abstand um sie “nicht zu verwöhnen”, warum verkaufen sich Bücher wie “Jedes Kind kann schlafen lernen” so gut, in denen Eltern geraten wird, ihr Kind bis zum Erbrechen schreien zu lassen, damit es lernt, “brav” zu sein und seine Eltern beim Schlafen nicht zu stören, obwohl das seine natürliche Absicherung über Jahrtausende wahr, nachts Nervennahrung zu bekommen und sich vor dem plötzlichen Kindstod zu schützen. Was machen solche Bücher und Erziehungstipps, die Großteils auf Hitler Erziehungsratgeberin Johanna Haarer basieren, die in ihrem bis 1987(!) verkauften ( vom völkischen Wortschatz bereinigten) Buch “Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind”, Thesen des körperlichen Abstands und “Verwöhnens” näher erläutert, mit unserer Gesellschaft?
Liegt darin vielleicht der Schlüssel zu ADHS, Allergien, Hautreizungen, Aggression, Selbstmordgedanken, Lustlosigkeit, mangelnder Empathie und Offenheit zu rassistischen, anti-semitischen und anderen unterdrückerischem Gedankengut?
Wie könnte eine gleichberechtigte Beziehung zwischen Erwachsenen und Kindern aussehen? Wie hierarchisch sind wir jeden Tag um Umgang mit ihnen und anderen Mitmenschen? Uns was bewirkt das? Was erhoffen wir uns von Er-ziehung? Geht das nicht oft nach hinten los? Haben wir ein Bild davon, was es bedeutet ein freier Mensch zu sein? Oder nur Vorurteile und Angst?
Und: wie kann der gleichberechtigte Alltag aussehen? Wie müssen sich Gesellschaft und auch die linke Szene ändern, dass Kinder sich darin entfalten und wohlfühlen können? Wie müssen sich Institutionen ändern ( Schule, Kindergarten, Krankenhaus…) Warum sind kindzentrierte Orte gar nicht so gut für die Entwicklung von Kindern?
Warum haben wir generell ein negatives Menschenbild und sehen in Kindern nur das Laute, Fordernde, Schlechte? Woher nehmen wir uns, uns, die wir mindestens nach 10 Dingen süchtig sind, die wir aggressiv und unzufrieden sind, das Recht, Kindern unsere “Werte” zu vermitteln? Warum ist das in der Linken oft nicht besser?
Warum fühlen sich soviele AktivistInnen mit Kindern plötzlich genötigt die Szene zu verlassen oder sich zurück zu ziehen?
Die Frageliste liesse sich unendlich fortsetzen. Viele dieser Frage und natürlich noch ganz andere ( die Genderdebatte z.b.) hat ein paar Leute letztes Jahr bewogen, ein Camp zu vorzubereiten, auf dem Menschen aller Coleur und Alter und ausdrücklich auch Menschen ohne Kinder, sich über den großen Komplex theoretisch und praktisch austauschen können. Gerne kannst du einen Workshop dort anbieten, der ins Thema passt. Vielleicht sehen wir uns ja da???
Erziehen ist gemein- ein Standpunkt der Traumschule (Altmark)
gleichberechtigetes, nicht-kindzentriertes “Kindergarten”konzept
Schularchitektur
März 26th, 2009 Posted 4:49 pm
Vom 20.-22. März hat in Münster der Konvent “Der Dritte Pädagoge” ( der Raum) stattgefunden. Hier wurde von namhaften Architekten und Pädagogen eine radikale architektonische Umgestaltung der Schullandschaft diskutiert und gefordert. Das Geld aus dem Konjunkturprogramm sollte einer innerlichen und äußerlichen Demokratisierung zu gute kommen, denn die jetzige “kasernenähnliche” Anordnung von langen Fluren und rechteckigen Klassenzimmern lassen kaum ein anderes Unterrichts- und Umgangsmodell als den üblichen hierarchischen Frontalunterricht, bei dem sich der/die Lehrerin mithilfe von Repressalien und Schreien Gehör verschaffen muss, zu.
Die Zukunft gehört einer Schule, die aus vielen kleinen Lerninseln besteht, in die sich die SchülerInnen alleine oder zur Teamarbeit zurückziehen können, auch einmal kuscheln oder schlafen können, ohne dafür gemaßregelt zu werden. Große, helle Räume dienen zu Schulvollversammlungen, in denen demokratischen Entscheidungen getroffen werden können. Dazu muss der ganze Schulalltag flexibler gestaltet werden, der/die SchülerIn bestimmen können, wann er/sie aufnahmefähig ist, wann eine intensive Eigenarbeitsphase möglich ist und wann abgeschalten werden muss. Der/die LehrerIn wird immer mehr zum Begleiter und muss sein/ihr, so wie heute noch oft üblich, beherrschtes Reich aufgeben, durch das die SchülerInnen derzeit wie NomadInnen mit viel zu schweren Rucksäcken und immer währenden Stress im Nacken ziehen, um “Fachunterricht” zu erhalten. Rechte Winkel werden abgeschafft, organische Strukturen treten an Stelle von langen, kalten Fluren, bei denen auch Gummipflanzen in Töpfen sonst keine Abhilfe mehr schaffen können. Selbstverständlich auch, dass die neuen Baumaterialien konsequent ökologisch sein sollten, es gilt alte, neue Materialien und Techniken wie Lehm oder Strohballenbau auszuprobieren. (weiterlesen…)
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