Archive for the ‘Kongresse, Camps und Vernetzung’ Category
Jugendumweltkongress in Hamburg
Dezember 5th, 2009 Posted 1:35 pm
JUGENDUMWELTKONGRESS
Der Jugendumweltkongress (Jukss) 2009/2010 findet in diesem Jahr vom
25.12.2009 bis 3.1.2010 in der Freien Waldorfschule Elmshorn bei
Hamburg statt. Mehr als 300 neugierige, künstlerische, kritische,
politische, philosophische Freaks, Punks, Hippies, Ökos und Normale
kommen zusammen zum Informieren, Diskutieren, Pläne schmieden, Utopien
ausprobieren, Aktionen rocken, akrobatisch sein und Jonglieren, Musik
machen, Spaß haben, …und um die Welt zu verändern!
Zusammen versuchen wir ein Experiment des gleichberechtigten,
selbstbestimmten Zusammenlebens. Das Programm wird von dir um die
Themen erweitert, die du wichtig findest: Du kannst Vorträge halten
und Filme zeigen, Ausstellungen und Material mitbringen, Workshops und
Diskussionen anzetteln. Beim Kochen werden kreative kulinarische
Genüsse gezaubert und beim gemeinsamen Putzen philosophiert…
Umwelt?? – umfasst für uns das Geflecht sozialer, wirtschaftlicher,
politischer, ökologischer u.ä. Umstände, in denen wir leben. Diese
Umstände zu hinterfragen und die Zusammenhänge zu verstehen, sind
erste Schritte zur Veränderung! Es geht um Themen wie Anarchismus,
Globalisierung, Gentechnik, Atomkraft, Menschen- und Tierrechte,
alternatives Leben und Lernen, Rechtspopulismus und noch viel mehr.
Information: www.jugendumweltkongress.de
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bildungssalat-Kongress bei Bremen
September 8th, 2009 Posted 10:18 pm
In aller Kürze mal schnell was reinkopiert…
bald gibts dann auch wieder was feinrecherchiertes…
**Bildungssalat – Kongress rund um Wissen und Lernen ohne Zwang**
*7.-11.Oktober 2009 in Bassum bei Bremen* – *www.bildungssalat.de*
Für wen lernst du eigentlich? Müssen Menschen zum Lernen gezwungen
werden? Brauchen wir nur Reparaturen oder ein ganz anderes
Bildungssystem? (Wie) Kann Lernen in Freiheit funktionieren?
Reicht es, wenn Bildung wieder so wie vor den Kürzungen wird oder willst
du dich damit nicht zufrieden geben? Sind Bildungsstreiks der richtige
Weg zum Ziel? Welches Ziel überhaupt?
Das Herbstspektakel ist ein alljährlich stattfindender Jugendkongress,
der dieses Jahr Bildung zum Schwerpunktthema hat. Du kannst in
entspannter Atmosphäre viele Workshops zu spannenden Themen besuchen
oder selbst anbieten (nicht alles muss mit “Bildung” zu tun haben),
Gleichgesinnte treffen, musizieren, Theater machen, locker beisammen
sein und vieles mehr.
Hier eine kleine Auswahl der Inhalte:
* Schul- und Notenkritik
* Konflikte lösen mit Gewaltfreier Kommunikation
* Anti-Pädagogik
* Antirassistische und geschlechtsbewusste Bildungsarbeit
* Unschooling
* ein Theaterstück gestalten und spielen
* Vernetzung der Bildungsproteste
* Kritischer Medienkonsum
* Bildungsnetzwerke und Travelling School of Life
* Lernen von den Yes Men – Kommunikationsguerilla
* Ökonomische Alphabetisierung – wie funktioniert unser
Wirtschaftssystem?
* Earth Education
* Verschiedene Spiele zur Simulation von Konsum und Welthandel
* Von der Natur lernen – u.a. Besichtigung eines Permakulturprojektes
* kreative Aktionsformen und Aktion in Bremen zu Bildungspolitik
* Informelles Lernen
* Erziehung zum Weißsein – Rassismus in der Erziehung
* Kulturelles Programm mit Filmen und Kleinkunst
* Tanzen, Musik machen, Jonglieren…
…auf dem Herbstspektakel treffen!
Ihr seid eine Gruppe, die sich mit dem Thema Bildung auseinandersetzt
oder vielleicht ein größeres Treffen plant, um Dinge zu diskutieren oder
zu entwickeln? Dann macht das doch in Bassum! Ihr könnt am
Rahmenprogramm teilnehmen, müsst euch nicht um Verpflegung kümmern und
könnt einen eigenen Raum haben, wenn ihr wollt. Außerdem trefft ihr
viele spannende junge Menschen, die sich auch mit eurem Thema
beschäftigen – eine tolle Vernetzungsgelegenheit!
Du hast Interesse am Bildungssalat?
Dann schau doch für nähere Infos auf www.bildungssalat.de vorbei oder
schick uns eine Email! Wir melden uns dann bei dir.
Posted in Kongresse, Camps und Vernetzung, Lernen
“Wer lebt mit wem?”Herrschaftskritisches Sommercamp zum Thema “Kind”
Juli 12th, 2009 Posted 5:18 pm
Hiermir lade ich zu einer sehr wichtigen Grossereignis, das sich vom 27.07 bis zum 02.08. auf der Burg Lutter, einer 30 Jahre alten Kommune nähe Hildesheim und Goslar, abspielen wird.
Das Herrschaftskritische Camp “Wer lebt mit wem und warum und wie?” Alleine schon der Titel verrät, wie schwierig es sein kann, wenn mensch andere Arten des Seins und Zusammenlebens sucht, als der immer noch vorherrschenden Heile Welt Familien Pseudoidylle der 50 Jahre. Klein und rein, so soll sie sein, das Familiendasein.
Und abschotten soll man sich, “Cocooning” genannt, gerade jetzt in der Wirtschaftskrise wäre es ja fatal für die Herrschenden, wenn die Menschen untereinander wieder anfangen würden sich zu vertrauen und kleine Dienste und Dinge ohne Geld miteinander austauschen würden.
Obwohl das Ideal also noch von vielen noch hochgehalten wird ( Hochzeiten, Elternzeitschriften, Kirche, Werbung, ZensURSULA von der Leyen) ist es eigentlich auch schon wieder dabei zu verschwinden, ganz unspektakulär, aber oft auch sehr schmerzhaft für alle Beteiligten, die doch “irgendwie” noch dran geglaubt haben. Jede 2. Ehe in Großśtädten wird geschieden, auf dem Land ist es jede 3., wohlfühlorientierte und liebebedürftige Kinder werden zu rebellierenden “Tyrannen” ernannt, für jedes Zipperlein hat der Psychologe die passende “Krankheit” und Arznei im Schrank, in der Pubertät kommt es aufgrund von Mangelerfahrungen in der frühen Kindheit zu Alkoholexzessen und Amokläufen und Shoppingwahn. ( der ja angeblich völlig normal ist und in Teeniezeitschriften total gehypt wird)
Schulverweigerung ist an der Tagesordnung, auf der anderen Seite schlucken schon viele Kinder einen Pillencocktail um den hohen Anforderungen der suizidalen Hochleistungsgesellschaft noch gerecht werden zu können.
Liebe, was ist das eigentlich? fragen sich fast alle und obwohl es medial und auch im persönlichen Bekanntenkreis immer mehr, oft sogar ausschließlich thematisiert wird, scheinen wir es immer weniger zu wissen. Promiskuität war vielleicht mal in den 60zigern revolutionär, heute unterliegt sie in den meisten Fällen derselben kranken Konsumlogik, wie unsere sich häufenden Einkäufe, die uns doch nie glücklich machen.
Gibt es vielleicht andere Arten des Zusammenlebens der Menschen, solche, die alle Beteiligten zufriedener machen? Ein Blick in die Anthropologie verrät, dass der Mensch bis zur industriellen Revolution immer in Großverbänden und Patchworkfamilien gelebt hat und in sogenannten primitiven Eingeborenenstämmen es auch heute noch tut.
Was ist eigentlich Anti-Pädagogik? Das, wo die Kinder den Erwachsenen auf der Nase herumtanzen? Kinder brauchen doch Grenzen, nicht wahr? Woher kommen eigentlich unsere Ideen, was Erziehung anbelangt? Warum hält unsere Gesellschaft schon kleinste Babys auf körperlichen Abstand um sie “nicht zu verwöhnen”, warum verkaufen sich Bücher wie “Jedes Kind kann schlafen lernen” so gut, in denen Eltern geraten wird, ihr Kind bis zum Erbrechen schreien zu lassen, damit es lernt, “brav” zu sein und seine Eltern beim Schlafen nicht zu stören, obwohl das seine natürliche Absicherung über Jahrtausende wahr, nachts Nervennahrung zu bekommen und sich vor dem plötzlichen Kindstod zu schützen. Was machen solche Bücher und Erziehungstipps, die Großteils auf Hitler Erziehungsratgeberin Johanna Haarer basieren, die in ihrem bis 1987(!) verkauften ( vom völkischen Wortschatz bereinigten) Buch “Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind”, Thesen des körperlichen Abstands und “Verwöhnens” näher erläutert, mit unserer Gesellschaft?
Liegt darin vielleicht der Schlüssel zu ADHS, Allergien, Hautreizungen, Aggression, Selbstmordgedanken, Lustlosigkeit, mangelnder Empathie und Offenheit zu rassistischen, anti-semitischen und anderen unterdrückerischem Gedankengut?
Wie könnte eine gleichberechtigte Beziehung zwischen Erwachsenen und Kindern aussehen? Wie hierarchisch sind wir jeden Tag um Umgang mit ihnen und anderen Mitmenschen? Uns was bewirkt das? Was erhoffen wir uns von Er-ziehung? Geht das nicht oft nach hinten los? Haben wir ein Bild davon, was es bedeutet ein freier Mensch zu sein? Oder nur Vorurteile und Angst?
Und: wie kann der gleichberechtigte Alltag aussehen? Wie müssen sich Gesellschaft und auch die linke Szene ändern, dass Kinder sich darin entfalten und wohlfühlen können? Wie müssen sich Institutionen ändern ( Schule, Kindergarten, Krankenhaus…) Warum sind kindzentrierte Orte gar nicht so gut für die Entwicklung von Kindern?
Warum haben wir generell ein negatives Menschenbild und sehen in Kindern nur das Laute, Fordernde, Schlechte? Woher nehmen wir uns, uns, die wir mindestens nach 10 Dingen süchtig sind, die wir aggressiv und unzufrieden sind, das Recht, Kindern unsere “Werte” zu vermitteln? Warum ist das in der Linken oft nicht besser?
Warum fühlen sich soviele AktivistInnen mit Kindern plötzlich genötigt die Szene zu verlassen oder sich zurück zu ziehen?
Die Frageliste liesse sich unendlich fortsetzen. Viele dieser Frage und natürlich noch ganz andere ( die Genderdebatte z.b.) hat ein paar Leute letztes Jahr bewogen, ein Camp zu vorzubereiten, auf dem Menschen aller Coleur und Alter und ausdrücklich auch Menschen ohne Kinder, sich über den großen Komplex theoretisch und praktisch austauschen können. Gerne kannst du einen Workshop dort anbieten, der ins Thema passt. Vielleicht sehen wir uns ja da???
Erziehen ist gemein- ein Standpunkt der Traumschule (Altmark)
gleichberechtigetes, nicht-kindzentriertes “Kindergarten”konzept
Auf zum McPlanet
April 23rd, 2009 Posted 7:55 am
Dieses Wochenende findet in Berlin in der Technischen Universität schon zum 4.Mal der McPlanet Kongress statt, der sich seit 2003 die Aufgabe gesetzt hat, Ökologiebewegung und globalisierungskritische Bewegungen zusammenzubringen.
Das diesjährige Motto heißt: “Game over-Neustart” und aus aktuellem Anlass stehen daher Alternativen zum Bestehenden noch mehr im Mittelpunkt. An die 2000 Leute werden erwartet, die in großen Panels den Sinn und Unsinn nachhaltigen Konsums diskutieren, in Aktivworkshops Gemeinschaftsgärten für den ehemaligen Flughafen Tempelhof planen, über Nanotechnologie und den “New Green Deal” diskutieren, sich über Staudammprojekte in Brasilien mit Betroffenen austauschen können, in Kulturworkshops politisches Theater und Samba spielen und sich in verschiedenen Foren und Cafes interessensbezogen vernetzen können. Als besonderer Gast wird ein “Yes Man” erwartet, der Freitag abend Auschnitte aus einem Film über ihre aufmerksamkeitserregenden Aktionen zeigen und diskutieren wird. Die “Yes Man” sind durch ihre gefakten Auftritte als WTO-Vertreter berühmt geworden, in deren Rolle sie lange Zeit unwidersprochen von Journalisten und Managern, vor denen sie auftraten, Dinge wie Sklaverei und Kinderarbeit forderten. Sie lassen sich immer wieder gerne ins Fernsehen oder auf Konferenzen einladen, um mit einer überspitzten neoliberalen Position den Blick auf die reele Brutalität und Menschenverachtung zu schärfen, die oft von Konzernbossen und Institutionen wie der WTO ausgeht.
Gekocht wird von der Volksküche “Le Sabot”, die während des Nato-Gipfels traurige Berühmtheit erhalten hat, da etliche MitgliederInnen tagelang am Kontrollpunkt in Kehl die Ausreise nach Frankreich verweigert bekommen haben, um so die Campinfrastruktur in Straßburg zu schwächen.
Der Kongress eigent sich sowohl für alte Hasen, die sich mit Gleichgesinnten austauschen und ihren Aktivismus besser vernetzen wollen, als auch für Neulinge, die nur einmal schnuppern und herausfinden wollen, was es in unserer pluralistischen Partygesellschaft alles so zu kritisieren gibt oder wie man dagegen/ für was anderes aktiv werden kann. Gerade für junge Menschen, gibt es den Young Planet, wo sich auch Einzelne nicht verloren vorkommen, sondern in die Kongressstrukturen eingebunden werden und jugendspezifische Veranstaltungen, wie z.B. konsumkritische Stadtführungen im Vordergrund stehen.
Mitorganisation wird hier groß geschrieben, also nicht alles fertig serviert. Sowohl in der Küche, als auch als ÜbersetzerIn, als Saubermachkommando, Orientador oder in der Kinderbetreuung kann mensch sich nützlich machen.
Abends wird auch gefeiert, auf dass der Neustart schon wieder ein bisschen konkreter geworden ist.
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