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RWE will Persiflage auf “Primaklima” verbieten lassen

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April 3rd, 2009 Posted 10:23 am

RWE, einer der 4 Strom(fast)monopolisten Deutschlands fühlt sich offenbar von einer Kampagne von Urgewald e.V., einer kleinen Anti-Atomstrom NGO, zu Unrecht verglimpft und will daher ein Gerichtsverfahren gegen sie anstrengen.

RWE ist bekannt dafür, allen möglichen Wahnsinn zuveranstalten,wie z.B. Atomkraftwerke in Erdebebengebiete zu bauen oder die Gewinnausschüttung für die Vorstandsetagen zu erhöhen, aber keinesfalls für die Strompreissenkung für den Kunden oder tatsächliche Investitionen in nachhaltige Energielösungen, wie Mikrostromerzeugung, die ihr Machtmonopol ankratzen könnten.

Wer das nun aber publik machen will, bekommt natürlich gleich mit den Anwälten des Energiemultis zu tun, was aber der Dringlichkeit und Wahrhaftigkeit derlei Anliegen keinesfalls einen Abbruch tut, sondern eher den Konzern noch unsympathischer erscheinen lässt. Greenwashing klappt eben doch nicht immer.

Urgewald ruft dazu auf, die Grafik zu verbreiten, indem ihr sie auf eure Webseite hochladet, ausdruckt, verteilt oder was euch sonst noch so einfällt und natürlich ist Stromwechsel angesagt, falls ihr noch bei einem der Atomstrommultis euren Saft bezieht.

Ideen zur Stromselbstversorgung mit geringen Investitionskosten gibt es auch beim Packpapierverlag in seiner Reihe “Einfälle statt Abfälle”

Aktionen gegen RWE von Urgewald

Aktionen gegen RWE von Ausgestrahlt

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Atomausstieg selber machen

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März 24th, 2009 Posted 3:15 pm

Einer der vielen Eindrücke, die ich von dem diesmaligen Zukunftspilotenblock mitnehme, betrifft die Atompolitik bzw. die Möglichkeiten diesselbige nicht zu unterstützen.

Das Atomstrom keine Zukunft hat und auch keineswegs Co2 neutral ist oder gar der Klimaretter, wie uns die verzweifelten Atomlobbyisten weismachen wollen, sollte eigentlich jedem vernünftig denkenden Menschen mittlerweile klar sein. Der Abbau des Uran, der Bau der Kraftwerke und die noch immer (und niemals werdende) sichere Endlagerung eingerechnet, kommt laut dem Artikel des Freitags eine Studie des Ökoinstitutes Darmstadt auf 33 Gramm Treibhausgase pro Kilowattstunde (kWh).

Das summiert sich dann alleine pro Kraftwerk jährlich auf weit mehr als HUNDERTTAUSENDTONNEN.

Zusätzlich sind Atomkraftwerke tickende Zeitbomben und lange nicht so sicher, wie uns gerne weisgemacht wird. Gerade Krümmel bei Hamburg, an dem jeweils zur Hälfte Vattenfall, zur anderen Hälfte E.ON Anteile hat, kommt es immer wieder zu gravierenden Störfällen, im Jahr 2007 sogar zu einem folgeschweren Brand, der allerdings wieder von den Verantwortlichen routinemäßig heruntergespielt wurde. Robin Wood hat einen guten Überblick über die verschiedenen Meiler und ihre Schwachstellen und Störfälle, allerdings nur bis 2006.

Das Argument der Atomlobbyisten, Deutschland bräuchte Atomkraftwerke, um durch Weiterentwicklung der Technik darin, einen weltweit hohen Standard zu sichern, ist demnach also auch hinfällig. Noch absurder wird das Argument, wenn mensch mal betrachtet, wo die 4 Energieriesen Vattenfall, RWE, E.ON und EnBW, die den deutschen Strommarkt nahezu zu 100% beherrschen, anderweitig investieren und dabei Umweltschutz bzw. drohende Gefahren gerne mal außen vor lassen.

So will RWE in Belene, Bulgarien, bis 2014 eine neues AKW mitfinanzieren- es liegt in einem stark Erdebebengefährdeten Gebiet. Dagegen formieren sich sowohl in Bulgarien, als auch in Deutschland immer wieder Proteste, die oft mit starker Repression überzogen werden. Interessant war die Ersteigung der Treptower_Figuren in der Spree Im Februar, um den Großaktionär ALLIANZ an seine Verantwortung im Aufsichtsrat bei RWE zu errinnern.

Falsche Versprechen, riskante Investitionen, strahlende Pfützen in der Asse, kein einziger Endlagerungsstandort- die Liste der Gefahren von Atomkraft ist lange. Gerade im Bereich der Endlagerung wurde jetzt an der Asse deutlich, dass es wohl keinen sicheren unterirdischen Stollen gibt, wenn schon nicht für 30 Jahre, dann erst recht nicht für 300 oder gar 3000. Dazu kommt, dass es bis heute keine technische Lösung gibt, die großen Castoren aus dem Zwischenlager aufzubrechen und in kleinere Tonnen umzuladen.

Was können wir also tun? Außer uns an Gleise ketten, Lichterketten durch Niedersachsen bilden, Protestmails bei Campact schreiben, Aktionen gegen die Energieriesen zu machen und STROM SPAREN?

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