Archive for the ‘AgrarKULTUR’ Category
Ein Kessel(n) Bunte(S)
Dezember 14th, 2009 Posted 5:36 pm
Was die vergangenen Tage in Kopenhagen stattfindet, ist eine Demaskierung und Demontage jeglichen demokratischen Grundverständnisses. Je weiter wir im Spätkapitalismus fortschreiten, desto weniger Energie können die Mächtigen eben für die Schein-Maskerade verschwenden, mit denen sie uns in Vergangenheit noch einlullen wollten.
http://de.indymedia.org/2009/12/268635.shtml
http://de.indymedia.org/2009/12/268672.shtmlUm auf die stattgefundene Repression auch hier in Berlin nochmals aufmerksam zu machen und um Solidarität mit den noch in Kopenhagen befindlichen Demonstranten_innen zu bekunden, treffen wir uns am Dienstag den 15.12.09 um 15h an der Weltzeituhr am Alexanderplatz. Dort wird eine Demonstration inszeniert, zu der wir unsere Pozilei auch gleich selber mitbringen. Konkret soll dieser kreative Protest in Form eines Straßentheaters unsere Interpretation des staatlichen Umgangs mit Demonstanten_innen in Szene setzten. Mit Übergriffen seitens unserer Pozilei ist daher wohl zu rechnen.
Es wäre schön wenn ihr dafür bunte, schwarze und/oder grüne „Bullen-Klamotten“ anzieht, bzw. mitbringt, je nachdem wen ihr lieber spielen möchtet. Aber denkt dran, es können nicht alle die Guten sein, wir brauchen auch Pozilei. Selbst gebastelte Schweinenasen (Fuck all Pigs!) aus Eierkartons, Kabelbinder für die „Festnahmen“, Kochlöffel-Schlagstöcke und ähnliches mehr, können das optische Erscheinungsbild der Darbietung nur verbessern. Seitens der „Demonstranten_innen – Darsteller_innen“ können Trillerpfeifen, Kochgeschirr und Ähnliches den Geräuschpegel für die Aufmerksamkeit auf unsere Aktion nur steigern, Transpis und Schilder mit eventuellem Bezug auf Kopenhagen sind auch gern gesehen. Eurer Kreativität sind unsererseits keine Grenzen gesetzt!
Wer Lust und Zeit hat an der Herstellung der Requisiten für die geplante Performance mitzuwirken, ist herzlich eingeladen am Montag, den 14.12.09 ab 16h im New York/Bethanien vorbeizuschauen.
In diesem Sinne Soligrüße nach Kopenhagen! Freiheit für alle Gefangenen!”
Posted in AgrarKULTUR, Direkte Aktion, Klimaschutz, Kongresse, Camps und Vernetzung, Politik, Proteste, Repression, Ziviler Ungehorsam
SelbstversorgerInnenwoche
September 14th, 2009 Posted 1:44 pm
Kennenlernen, Ausprobieren, Weitermachen…
4.-9. Oktober 2009 im Torhaus Trebitz
Du hast Lust, auszuprobieren, etwas unabhänger von gängigen Konsumangeboten zu werden? Mehr zu wissen, wo und wie mensch Dinge umsonst bekommen kann ? Nicht nur aus einer Produktpalette auszuwählen? Oder Du versuchst das vielleicht schon oft und willst Dich mit anderen austauschen?
In der “Selbstversorgungszeit” wollen wir gemeinsam verschiedene Lebensbereiche unter die Lupe nehmen und Wege kennenlernen, Dabei soll zum Beispiel Apfelsaft und Marmeladen entstehen, getrocknete Früchte, vielleicht eine Tasche aus Filz oder auch ein Beutel aus Leder, wir werden traditionelle Bautechniken mit regionalen Baustoffen wie Lehm und Holz kennenlernen und auch wie mensch ein Kompostklo bauen kann. Mittendrin und daneben wird es immer wieder um weitere Ideen gehen, anders zu wirtschaften: Umsonstökonomie, Nicht-Kommerzielle Landwirtschaft, Permakultur u.v.m., auch Infos und Austausch über Selbstversorgungs- und andere spannende Projekte in Brandenburg/Europa wird es geben. Das Torhaus Trebitz, wo dieser Workshop stattfindet, ist ein kleines Hofprojekt eine halbe Stunde südlich von Potsdam mit viel Idealismus,vielen Baustellen und gesammelten Erfahrungen. Wir werden am letzten Tag noch ein weiteres Projekt, mit mehr Menschen und einem “offenen Raum”Konzept, kennenlernen und dort auch Möglichkeiten selbstbestimmterer Abwasserreinigung und Energieerzeugung sehen.
Geschlafen werden kann im Gästezimmer oder Heu, bitte Schlafsack und Isomatte mitbringen. Und einen leckeren Aufstrich/Marmelade o.ä. und gern auch zum Thema passende Literatur.
weitere Infos & Anmeldung: Nicole Gernhard, gernhard@uni-potsdam.de, Tel. 033844-51034
Posted in (Lohn)Arbeitswelten, AgrarKULTUR, Energieversorgung, Freiräume, Leben ohne Geld, Wohn/Kulturprojekt
Juli 23rd, 2009 Posted 11:06 pm
Heute schon mein zweites Posting, aber ich muss noch mal schnell gratulieren und zwar der deutschen Justiz im Allgemeinen und dem Kitzinger Amtsgericht im Besonderen.
Erasmus Müller und Cecile Lecomte, die beiden Schlingel, die sich letztes Jahr im dürren Genmaisfeld bei der Feldbefreiung am 29.06 herumgetrieben haben und dabei nicht gerade liebevoll mit Monsantos Eigentum umgegangen sind, haben ihre gerechte Strafe erhalten. 1350 Euro soll Wiederholungs- und Überzeugungstäter Müller zahlen, für Lecomte, kommt es ein wenig günstiger, 675 Euro. Davon hätten die beiden sich schon so einige Tortillas leisten können.
Die beiden versuchten sich in zwei zähen Verhandlungstaten mit einem “rechtfertigenden Notstand” herauszureden. Oder gar, dass sie nur trägen Regierung zuvorgekommen seien. Die hätten schließlich dieses Jahr den Genmais auch verboten. Billig, billig. Zum Glück hat Richter Betz die beiden selbsternannten Ökosherriffs nochmal angestraft, bevor sie noch andere mit ihren Flausen anstecken.
Erstaunlicherweise gibt es auch im Großraum Kitzingen (Nordbayern) ziemlich viele Menschen, die mit Sonnenblumen und “Feldbefreiungs” T-Shirts bewaffnet um das Amtsgericht herumlungerten und sich aus Solidarität mit in den Zuschauerraum setzten und ab und an Kommentare abließen. Vorher sollen sie am Martkplatz Popcorn verkauft haben, und den ahnungslosen Käufern gleichzeitig Knebelverträge angedreht haben. In Kitzingen gibt es nun verschiedene Menschen, die auf Lebzeit ihr Popcorn nur noch bei den Angeklagten Müller und Lecomte beziehen dürfen und gleichzeitig noch ein bestimmtes Handspülmittel verwenden. Diesem seltsamen Völkchen konnte man aber gut habhaft werden, indem man die Hälfte von ihnen ausschloß, Grund “Platzmangel”, sie des Foyers verwies und auf dem Boden spielende Kleinkinder fast übertrampelte, um Fotokameras zu entwenden.
Am lautesten lachten die “Ökos”die es dennoch in den Zuschauerraum geschafft hatten, als klar wurde, dass der tapfere Geschädigte Bauer Müller, der den Genmais zusammen mit anderen Versuchsmais auf 70h anbaute und damit seine 500 Rinder füttert, sich einen von Monsanto empfohlenen Rechtsanwalt aus Düsseldorf zurate gezogen hat. Warum denn auch nicht?
Wer der nächsten traurigen Bezirksposse teilwohnen will, der ist für den 27. Juli, den 24. August und den 31. August nach Kitzingen bei Würzburg eingeladen. Nähere Infos sowie Aktionen rund um die Verhandlungen wie immer auf der Seite von Gendreck Weg.
Posted in AgrarKULTUR, Direkte Aktion, Energieversorgung
Boehringer-Ingelheim Tierversuchslabor besetzt
Juli 20th, 2009 Posted 11:13 pm
“Boehringer Ingelheim erforscht, entwickelt, produziert und vermarktet Arzneimittel für Menschen in aller Welt.
Mit 41.300 Mitarbeitern, die in 138 Gesellschaften auf allen Kontinenten beschäftigt sind, gehört Boehringer Ingelheim heute international zu den forschungsintensivsten Unternehmen.” so stellt sich das Unternehmen auf seiner eigenen Homepage dar.
Boehringer-Ingelheim ist wie alle Pharmaunternehmen, ein besonders sympathisches Unternehmen. Mit großer Aufopferungsbereitschaft stellt es Arbeitsplätze, Wissen und neue Arzneimittel für die gesamte Gesellschaft bereit, und das bereits aus Traditionsverpflichtung.
Aber nicht nur der Mensch, auch das Tier steht im Mittelpunkt der Bemühungen des netten Konzerns:
“Boehringer Ingelheim hat sich auch der Forschung und Entwicklung von Produkten rund um die Tiergesundheit verschrieben. Dabei werden nicht nur innovative Wirkstoffe und Formulierungen produziert, sondern es wird ebenso kontinuierlich daran gearbeitet, neue Technologien zur Optimierung der Arzneimittelsicherheit und zur Vereinfachung der Anwendung zu realisieren.”
Das ganze könnte weniger euphemistisch auch ganz anders beschrieben werden. Wie alle Pharmaunternehmen ist Boehringer-Ingelheim einzig und alleine an Profitmaximierung interessiert. Dafür braucht es Kunden, je mehr desto besser, je kränker desto besser und je wehrloser, desto besser. Ethik scheint keine große Rolle zu spielen.
So stellte nach einem Spiegelbericht Boehringer-Ingelheim im Vietnamkrieg in einem Abkommen mit Dow Chemicals Agent Orange her und verhindert heutzutage mit Patentsrechtsstreiten den billigen Nachbau von lebensrettenden Medikamenten auf der südlichen Hemisphäre.
Auch die Tiere scheinen Boehringer-Ingelheim nicht ganz so ans Herz gewachsen, wie es zunächst scheinen könnte. Derzeit wollen sie in Hannover, unweit eines Wohngebietes ein Tierversuchslabor eröffnen, in der an die 1000 Schweine gehalten werden sollen. In dieser “Forschungsanlage” sollen neue Impfstoffe ausprobiert werden, um Massentierhaltungen noch effizienter ( und brutaler und risikoreicher!) zu machen. Pikantes Detail: An die 40 Kleingärtner ( das Herz der deutschen Arbeiter) wurden von der Stadt Hannover enteignet, von ihren schon jahrzehntelang gepachteten Grundstücken vertrieben, die Kirche verkaufte dann nochmal 7000qm, gegen den Protest der GemeindemitgliederInnen und nun liegt also ein Filetstück in der Nähe der Tieruni Hannover, das nur noch auf die Bebauung und sinnloses Massenschlachten wartet.
Zum Glück haben sich einige junge Menschen das nicht mehr bieten lassen, und sind zur Tat geschritten und haben das Gelände vor 2 Wochen schon besetzt. Boehringer-Ingelheim ist noch nicht vollständige Eigentümerin und verzichtet derweil, genauso wie die Stadt Hannover vor den Wahlen, auf eine Räumung. (weiterlesen…)
Posted in AgrarKULTUR, Direkte Aktion, Ernährung, Tierrechte, Wissenschaft
Schweinegrippe- eine verdächtige Allianz zwischen Agrarindustrie und Pharmakonzernen
Mai 4th, 2009 Posted 9:24 am

Folgenden Meinung zur Schweinegrippendebatte habe ich aus dem Portugiesischen übersetzt,adaptiert und an einigen Stellen ergänzt. Autor ist Gualter Baptista, Forscher der ökologischen Ökonomie und politischen Ökologie bei CENSE in der Neuen Universität von Lissabon (http://ingenea.pegada.net)
Am 30.April hat die Weltgesundheitsorganisation, auf Druck von verschiedenen Ländern, angekündigt, den Schweinegrippevirus in A(H1N1) umzunennen. Die Änderung des Namens scheint zum Ziel zu haben, den wahren Hintergrund zu verschleiern, der Schweine und Vögel in intensiver Massentierhaltung in eine Situation gebracht hat, in der ihr Immunsystem stark geschwächt und nur noch rudimentär vorhanden ist, wenn überhaupt.
Am selbem Tag aber, sind auch die Ergebnisse der genetischen Sequenz von einem Forschungsteam veröffentlicht worden, die dem Virus inneliegt. Sie zeigen auf, dass die meisten der Gene, die dem Virus inneliegen, ihren Ursprung in anderen Schweine- und Vögelviren haben [1].
Vielleicht handelt es sich ja dabei um keinen Zufall, dass gerade die multinationalen pharmazeutischen Unternehmen und die des Landwirtschaftsbusiness (als deutsches Beispiel fällt einem dabei sofort Bayer ein) sich so nahe stehen und sowohl als Ursprung als auch Lösung für die Pandemie präsentiert werden. Nach einer Studie der Vereinigung von besorgten Wissenschaftlern, werden 70% aller in den USA für Tiere verwendeten Antibiotika nicht für therapeutische Zwecke eingesetzt, soll also heißen, sie werden “vorbeugend” gegen Krankheiten bei Tieren eingesetzt, die schon von Haus ( oder von Tierfabrik) aus, gar nicht mehr gesund sein können, sei es, weil sie unter komplett unzureichenden und inhumanen Bedingungen gehalten werden, sei es aufgrund der Abwesenheit von genetischer Vielfalt, da für die Tierfabriken nur einige wenige, auf schnellen Fleischaufbau gezüchtete Rassen ausgewählt werden.
Landwirtschaftsbusiness und die Pharmakonzerne stellen ganz offensichtlich einen Industriekomplex dar, der in beiderseitiger Abhängigkeit wohlgedeiht. Das Landwirtschaftsbusiness braucht pharmazeutische Erzeugnisse, um seine fortschreitende Produktionsintensivierung voranzupeitschen, die Pharmakonzerne verdienen sich nicht nur damit eine goldene Nase, nein, vielmehr profitieren sie auch noch von den medialen Wellen, die bei jeder neuen Seuche, Grippe und anderen fiesen Krankheiten hochschlagen. [2] Tatsächlich kommt man billiger damit, die Tiere mit Antibiotika vollzustopfen und sie unter Bedingungen zu halten, die neue Krankheiten geradezu heraufbeschwören, als sich um angemessene Haltungsstandards derselben zu kümmern.
Vor einigen Jahren, als ich anfing, in der akademischen Forschung zu arbeiten, habe ich mit Schweinehaltern aus Südportugal ein Projekt geplant, in dem es darum ging, ein Ökosiegel für Schweinfleisch zu entwerfen. Hier fiel auf, wie schwierig selbst einfach erscheinende Dinge umzusetzen waren, die den Schweinen das Leben etwas erleichtern sollten, wie z.B. Stroh als Lagerstätte zu verwenden, anstatt, dass sie sich, wie bislang auf Eisenstangen und Beton, die kurzen Beine in den dicken Bauch stehen mussten. Genauso wie der Verzicht auf das Herausreißen bzw. Abschneiden von Zähnen und Schwänzen, was in der industriellen Massentierhaltung dazudienen soll, dass sich die Schweine vor lauter Stress, den sie in ihrem engen Gitter, auf Eisenstangen ohne Tageslicht stehend zwangsläufig bekommen, nicht gegenseitig angreifen und sich die Bisswunden dann infizieren.
Offensichtlich waren diese Schwierigkeiten das Ergebnis der globalen “Ernährungs”industrie, komplett auf Gewinnmaximierung ausgerichtet, nicht etwa auf Gewinnoptimierung. Hier überlebt im Prinzip nur, wer es schafft, seine Betriebskosten auf ein Minimum zu reduzieren, was eine Massentierhaltung auf Mindeststandard begünstigt, komplett abhängig von einer multinationalen Großindustrie, die sie mit Futtermitteln, Chemiekeulen und Medikamenten eindeckt.
Der ganze Wirbel, der um die Schweinegrippe veranstaltet wurde, wurde ebenso in Frage gestellt, und das zu recht. Wenn man die Todesfälle, die mit der Grippe in Zusammenhang gebracht werden, mit denen von anderen Krankheitsbildern, wie der Tuberkulose[3], oder (Verkehrs)unfällen[4] vergleicht, sehen wir uns einer signifikanten Diskrepanz gegenüber, sei es in der medialen Aufmerksamkeit, die der Grippe zu teil wurde, sei es in der politischen und finanziellen Dringlichkeit, mit der das Problem in die Hände der Forschung der Pharmakonzerne übergeben wurde.
Im Endeffekt zahlt bei dieser unheiligen Allianz von Tiermisshandlung, Medikamentenmissbrauch und industrieller Landwirtschaft, der/die Bürgerin drauf, da hilft es dann auch nichts, wenn das Steak bei Penny nur 1,99 kostet. Die Rechnung ist ein wenig komplexer: auf der einen Seite leiden wir unter den Begleiterscheinungen der Massentierhaltung auf die Umwelt ( z.b. wenn wir in der Nähe einer Schweinefabrik leben, aber auch weil das Nitrat, Schwermetalle, Viren, Bakterien usw. sich in unserem Grundwasser, in unseren Bächen und Flüssen ablagern…da hilft es auch nichts vegan zu sein) und zusätzlich natürlich, wenn wir dieses Fleisch dann auch noch essen, denn auch wenn man als Vegetarier geneigt ist, Fleischessern mit einer gewissen Häme ihre Skandälchen zu gönnen, will man ihnen diese Giftcocktails dann doch nicht zumuten. Es wäre einmal interessant zu wissen, wieviele Milliarden Euro jährlich in die Behandlung von Krankheiten fließen, die durch Fleischkonsum, zudem noch aus Massentierhaltung, verursacht wurden.
Auf der anderen Seite wird das Geld, das wir von unserem Lohn abzwacken, für die Verträge verwendet, die die Regierungen mit den Pharmekonzernen aushandeln, um Antibiotika und Impfungen zu kaufen. Denen liegt natürlich nichts daran, etwas an den Ursachen zu ändern, solange diese lukrativen Geschäfte ihr Bestehen sichern und somit schließt sich der Teufelskreis, bei dem am Ende alle daraufzahlen( kaputte Erde, Epidemien etc), nur manche eben mehr, andere weniger. Einige schon jetzt, andere erst ein wenig später.
Im Moment sind es die reichen Länder und BürgerInnen, die ein patentiertes Antibiotika von einem der großen Pharmakonzerne kaufen können, die armen Länder oder nicht so betuchte Personenkreise gehen leer aus. Letztere leiden gleich doppelt( wie z.b. in Mexiko), weil sie nicht nur Opfer der Auslagerung der stinkenden und verschmutzenden Massenschweinehaltung, die niemand gerne neben seinem Haus hat, geworden sind, sondern weil es auch sie sind, die über keine Mittel und Wege, weder ökonomisch, noch als politische Einflussnahme, verfügen, um die Pandemie wirksam bekämpfen zu können.
Wir dürfen nicht tatenlos verharren, während wir daraufbauen, im “Ernstfall” Tamiflu von Roche, kaufen zu können. Es ist von Nöten, die wahren Schuldigen zu suchen und publik zu machen, nicht nur damit sie für die Schweinegrippe zahlen, sondern auch, um die fortschreitende Zerstörung der Weltgesundheit aufzuhalten, sei es Mensch, Tier oder Pflanze. Wenn Novartis eine Impfung entwickeln will und dafür Unterstützung haben will, so soll es wenigstens die industrielle Landwirtschaft und ihre Stellvertreter sein, die dafür zahlen und nicht der/die Steuerzahlerin. Vielleicht kommen sie dann ja irgendwann einmal auf die Idee, die Schweine mal ein wenig an die frische Luft zu bringen, denn ich habe die Alten immer sagen hören, dass das gut für die Gesundheit sein soll.
Anmerkung: Wer in Deutschland aktiv werden will gegen weitere Schweinereien, auf den/die wartet im schönen Mecklenburg-Vorpommern, in Alt-Tellin ein neues zuhause, dass er/sie sich großzügig ausbauen kann. Es geht hierbei um ein Haus, das AktivistInnen freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde, um gegen die größte Ferkelzuchtanlage Europas, die dort direkt nebenan gebaut werden soll, vorgehen zu können.
http://schweinerei.blogsport.de
Posted in AgrarKULTUR, Ernährung, Wissenschaft

