Archive for the ‘AgrarKULTUR’ Category
Keine Hähnchenmastanlage in Sprötze/Niedersachsen
Mai 17th, 2010 Posted 1:56 pm
Sprötze bei Hamburg soll demnächst eine vermeintliche industrielle Aufwertung erfahren: durch eine Hühnermastanlage, in der 36,800 Tiere ein kurzes und elendes Dasein fristen würden. Während alle Formen der Tierhaltung Ausbeutung und Verdinglichung von Lebewesen beinhalten, stellt die Mast eine besonders extreme Form dar. Auch ihre Auswirkungen auf die Umwelt sind enorm. Aufgrund dieser verschiedenen Aspekte ist die Mastanlage unbedingt abzulehnen und zu verhindern – und zwar nicht durch wie üblich still abnickende Behörden, sondern durch das Engagement von Anwohnern/innen und allen Menschen, die sich nicht mehr länger auf das Tun und Schaffen unserer Klimakanzlerin verlassen wollen.
In diesem Sinne findet bereits seit letztem Donnerstag eine Mahnwache im Rathauspark in Buchholz statt, mit buntem Programm
weitere Infos auf dem Blog: http://mastanlagesproetze.blogsport.de/
Posted in AgrarKULTUR, Ernährung, Klimaschutz, Kongresse, Camps und Vernetzung, Tierrechte
Ein Kessel(n) Bunte(S)
Dezember 14th, 2009 Posted 5:36 pm
Was die vergangenen Tage in Kopenhagen stattfindet, ist eine Demaskierung und Demontage jeglichen demokratischen Grundverständnisses. Je weiter wir im Spätkapitalismus fortschreiten, desto weniger Energie können die Mächtigen eben für die Schein-Maskerade verschwenden, mit denen sie uns in Vergangenheit noch einlullen wollten.
http://de.indymedia.org/2009/12/268635.shtml
http://de.indymedia.org/2009/12/268672.shtmlUm auf die stattgefundene Repression auch hier in Berlin nochmals aufmerksam zu machen und um Solidarität mit den noch in Kopenhagen befindlichen Demonstranten_innen zu bekunden, treffen wir uns am Dienstag den 15.12.09 um 15h an der Weltzeituhr am Alexanderplatz. Dort wird eine Demonstration inszeniert, zu der wir unsere Pozilei auch gleich selber mitbringen. Konkret soll dieser kreative Protest in Form eines Straßentheaters unsere Interpretation des staatlichen Umgangs mit Demonstanten_innen in Szene setzten. Mit Übergriffen seitens unserer Pozilei ist daher wohl zu rechnen.
Es wäre schön wenn ihr dafür bunte, schwarze und/oder grüne „Bullen-Klamotten“ anzieht, bzw. mitbringt, je nachdem wen ihr lieber spielen möchtet. Aber denkt dran, es können nicht alle die Guten sein, wir brauchen auch Pozilei. Selbst gebastelte Schweinenasen (Fuck all Pigs!) aus Eierkartons, Kabelbinder für die „Festnahmen“, Kochlöffel-Schlagstöcke und ähnliches mehr, können das optische Erscheinungsbild der Darbietung nur verbessern. Seitens der „Demonstranten_innen – Darsteller_innen“ können Trillerpfeifen, Kochgeschirr und Ähnliches den Geräuschpegel für die Aufmerksamkeit auf unsere Aktion nur steigern, Transpis und Schilder mit eventuellem Bezug auf Kopenhagen sind auch gern gesehen. Eurer Kreativität sind unsererseits keine Grenzen gesetzt!
Wer Lust und Zeit hat an der Herstellung der Requisiten für die geplante Performance mitzuwirken, ist herzlich eingeladen am Montag, den 14.12.09 ab 16h im New York/Bethanien vorbeizuschauen.
In diesem Sinne Soligrüße nach Kopenhagen! Freiheit für alle Gefangenen!”
Posted in AgrarKULTUR, Direkte Aktion, Klimaschutz, Kongresse, Camps und Vernetzung, Politik, Proteste, Repression, Ziviler Ungehorsam
SelbstversorgerInnenwoche
September 14th, 2009 Posted 1:44 pm
Kennenlernen, Ausprobieren, Weitermachen…
4.-9. Oktober 2009 im Torhaus Trebitz
Du hast Lust, auszuprobieren, etwas unabhänger von gängigen Konsumangeboten zu werden? Mehr zu wissen, wo und wie mensch Dinge umsonst bekommen kann ? Nicht nur aus einer Produktpalette auszuwählen? Oder Du versuchst das vielleicht schon oft und willst Dich mit anderen austauschen?
In der “Selbstversorgungszeit” wollen wir gemeinsam verschiedene Lebensbereiche unter die Lupe nehmen und Wege kennenlernen, Dabei soll zum Beispiel Apfelsaft und Marmeladen entstehen, getrocknete Früchte, vielleicht eine Tasche aus Filz oder auch ein Beutel aus Leder, wir werden traditionelle Bautechniken mit regionalen Baustoffen wie Lehm und Holz kennenlernen und auch wie mensch ein Kompostklo bauen kann. Mittendrin und daneben wird es immer wieder um weitere Ideen gehen, anders zu wirtschaften: Umsonstökonomie, Nicht-Kommerzielle Landwirtschaft, Permakultur u.v.m., auch Infos und Austausch über Selbstversorgungs- und andere spannende Projekte in Brandenburg/Europa wird es geben. Das Torhaus Trebitz, wo dieser Workshop stattfindet, ist ein kleines Hofprojekt eine halbe Stunde südlich von Potsdam mit viel Idealismus,vielen Baustellen und gesammelten Erfahrungen. Wir werden am letzten Tag noch ein weiteres Projekt, mit mehr Menschen und einem “offenen Raum”Konzept, kennenlernen und dort auch Möglichkeiten selbstbestimmterer Abwasserreinigung und Energieerzeugung sehen.
Geschlafen werden kann im Gästezimmer oder Heu, bitte Schlafsack und Isomatte mitbringen. Und einen leckeren Aufstrich/Marmelade o.ä. und gern auch zum Thema passende Literatur.
weitere Infos & Anmeldung: Nicole Gernhard, gernhard@uni-potsdam.de, Tel. 033844-51034
Posted in (Lohn)Arbeitswelten, AgrarKULTUR, Energieversorgung, Freiräume, Leben ohne Geld, Wohn/Kulturprojekt
Juli 23rd, 2009 Posted 11:06 pm
Heute schon mein zweites Posting, aber ich muss noch mal schnell gratulieren und zwar der deutschen Justiz im Allgemeinen und dem Kitzinger Amtsgericht im Besonderen.
Erasmus Müller und Cecile Lecomte, die beiden Schlingel, die sich letztes Jahr im dürren Genmaisfeld bei der Feldbefreiung am 29.06 herumgetrieben haben und dabei nicht gerade liebevoll mit Monsantos Eigentum umgegangen sind, haben ihre gerechte Strafe erhalten. 1350 Euro soll Wiederholungs- und Überzeugungstäter Müller zahlen, für Lecomte, kommt es ein wenig günstiger, 675 Euro. Davon hätten die beiden sich schon so einige Tortillas leisten können.
Die beiden versuchten sich in zwei zähen Verhandlungstaten mit einem “rechtfertigenden Notstand” herauszureden. Oder gar, dass sie nur trägen Regierung zuvorgekommen seien. Die hätten schließlich dieses Jahr den Genmais auch verboten. Billig, billig. Zum Glück hat Richter Betz die beiden selbsternannten Ökosherriffs nochmal angestraft, bevor sie noch andere mit ihren Flausen anstecken.
Erstaunlicherweise gibt es auch im Großraum Kitzingen (Nordbayern) ziemlich viele Menschen, die mit Sonnenblumen und “Feldbefreiungs” T-Shirts bewaffnet um das Amtsgericht herumlungerten und sich aus Solidarität mit in den Zuschauerraum setzten und ab und an Kommentare abließen. Vorher sollen sie am Martkplatz Popcorn verkauft haben, und den ahnungslosen Käufern gleichzeitig Knebelverträge angedreht haben. In Kitzingen gibt es nun verschiedene Menschen, die auf Lebzeit ihr Popcorn nur noch bei den Angeklagten Müller und Lecomte beziehen dürfen und gleichzeitig noch ein bestimmtes Handspülmittel verwenden. Diesem seltsamen Völkchen konnte man aber gut habhaft werden, indem man die Hälfte von ihnen ausschloß, Grund “Platzmangel”, sie des Foyers verwies und auf dem Boden spielende Kleinkinder fast übertrampelte, um Fotokameras zu entwenden.
Am lautesten lachten die “Ökos”die es dennoch in den Zuschauerraum geschafft hatten, als klar wurde, dass der tapfere Geschädigte Bauer Müller, der den Genmais zusammen mit anderen Versuchsmais auf 70h anbaute und damit seine 500 Rinder füttert, sich einen von Monsanto empfohlenen Rechtsanwalt aus Düsseldorf zurate gezogen hat. Warum denn auch nicht?
Wer der nächsten traurigen Bezirksposse teilwohnen will, der ist für den 27. Juli, den 24. August und den 31. August nach Kitzingen bei Würzburg eingeladen. Nähere Infos sowie Aktionen rund um die Verhandlungen wie immer auf der Seite von Gendreck Weg.
Posted in AgrarKULTUR, Direkte Aktion, Energieversorgung
Boehringer-Ingelheim Tierversuchslabor besetzt
Juli 20th, 2009 Posted 11:13 pm
“Boehringer Ingelheim erforscht, entwickelt, produziert und vermarktet Arzneimittel für Menschen in aller Welt.
Mit 41.300 Mitarbeitern, die in 138 Gesellschaften auf allen Kontinenten beschäftigt sind, gehört Boehringer Ingelheim heute international zu den forschungsintensivsten Unternehmen.” so stellt sich das Unternehmen auf seiner eigenen Homepage dar.
Boehringer-Ingelheim ist wie alle Pharmaunternehmen, ein besonders sympathisches Unternehmen. Mit großer Aufopferungsbereitschaft stellt es Arbeitsplätze, Wissen und neue Arzneimittel für die gesamte Gesellschaft bereit, und das bereits aus Traditionsverpflichtung.
Aber nicht nur der Mensch, auch das Tier steht im Mittelpunkt der Bemühungen des netten Konzerns:
“Boehringer Ingelheim hat sich auch der Forschung und Entwicklung von Produkten rund um die Tiergesundheit verschrieben. Dabei werden nicht nur innovative Wirkstoffe und Formulierungen produziert, sondern es wird ebenso kontinuierlich daran gearbeitet, neue Technologien zur Optimierung der Arzneimittelsicherheit und zur Vereinfachung der Anwendung zu realisieren.”
Das ganze könnte weniger euphemistisch auch ganz anders beschrieben werden. Wie alle Pharmaunternehmen ist Boehringer-Ingelheim einzig und alleine an Profitmaximierung interessiert. Dafür braucht es Kunden, je mehr desto besser, je kränker desto besser und je wehrloser, desto besser. Ethik scheint keine große Rolle zu spielen.
So stellte nach einem Spiegelbericht Boehringer-Ingelheim im Vietnamkrieg in einem Abkommen mit Dow Chemicals Agent Orange her und verhindert heutzutage mit Patentsrechtsstreiten den billigen Nachbau von lebensrettenden Medikamenten auf der südlichen Hemisphäre.
Auch die Tiere scheinen Boehringer-Ingelheim nicht ganz so ans Herz gewachsen, wie es zunächst scheinen könnte. Derzeit wollen sie in Hannover, unweit eines Wohngebietes ein Tierversuchslabor eröffnen, in der an die 1000 Schweine gehalten werden sollen. In dieser “Forschungsanlage” sollen neue Impfstoffe ausprobiert werden, um Massentierhaltungen noch effizienter ( und brutaler und risikoreicher!) zu machen. Pikantes Detail: An die 40 Kleingärtner ( das Herz der deutschen Arbeiter) wurden von der Stadt Hannover enteignet, von ihren schon jahrzehntelang gepachteten Grundstücken vertrieben, die Kirche verkaufte dann nochmal 7000qm, gegen den Protest der GemeindemitgliederInnen und nun liegt also ein Filetstück in der Nähe der Tieruni Hannover, das nur noch auf die Bebauung und sinnloses Massenschlachten wartet.
Zum Glück haben sich einige junge Menschen das nicht mehr bieten lassen, und sind zur Tat geschritten und haben das Gelände vor 2 Wochen schon besetzt. Boehringer-Ingelheim ist noch nicht vollständige Eigentümerin und verzichtet derweil, genauso wie die Stadt Hannover vor den Wahlen, auf eine Räumung. (weiterlesen…)
Posted in AgrarKULTUR, Direkte Aktion, Ernährung, Tierrechte, Wissenschaft

