Action Samba in Israel
Ein Brief aus Israel: Die Yasamba (Jerusalem) und die Kasamba (Tel Aviv) Gruppen bei den Demonstrationen in Ost-Jerusalem in der letzten Zeit in große Probleme geraten. Die Yasamba Gruppe geht wöchentlich auf Demonstrationen
in der Nachbarschaft Sheikh Jarrah, wo Juden und Araber gemeinsam gegen die
Vertreibung von arabischen Familien durch extrem-rechten israelischen
Organisationen, protestieren. Die Familien sind aufgrund der
Gerichtsverhandlungen verschuldet und sind nun ohne entsprechenden Ersatz fuer
ihre Häuser auf die Strasse gesetzt worden.
Seit der Gründung der Yasamba, vor weniger als einem Jahr, ist die Demonstration in Sheikh Jarrah von 50 auf 500 Leute angewachsen. Es hat viel Aufmerksamkeit inder israelischen Öffentlichkeit erzeugt und eine breite Gesellschaftsgruppeerreicht.Allerdings hat die Polizei entschieden, keine Demonstrationen mehr zu erlauben und vieleDemonstranten festgenommen. Speziell die Sambagruppe wurde geziehltangegriffen, ohne Begründung inhaftiert und durch das Konfiszieren der Trommeln mundtot gemacht. Das ganze lief in einer krassen Art ab, die mir nichts zu rechtfertigen ist.
Inhaftierung der Trommler auf dem Weg zur Demonstration:
Die erste Demonstration mit Polizei-Brutalität:
Überraschenderweise sind nach den ganzen Inhaftierungen noch mehr Leute zur Band gekommen,
die mitmachen wollen. Spenden aus europäischen Friedensstrukturen wird uns helfen weiterhin zu den Demonstrationen zu gehen, zu spielen und gegen die Ungerechtigkeit aufzubegehren. Wir zeigen
Solidarität mit den Familien und erreichen so auch die Isrealisch-Jüdische
Bevölkerung in West-Jerusalem, so dass alle erfahren was los ist.
Die Kinder aus der Nachbarschaft, die nach den Demonstrationen zu uns kommen freuen
sich sehr über uns und spielen mit uns. Wir planen ihnen auch Instrumente zu
geben oder welche zu bauen.
Die Kasamba-Gruppe aus Tel-Aviv nimmt jede Woche an den friedlichen Demonstrationen
in dem palästinensischen Dorf Al-Ma’asara teil, wo sie den Kindern aus dem Dorf
das trommeln beibringen. Dort wird gegen den geplanten Bau der Mauer auf dem
Gebiet des Dorfes demonstriert.
Bitte verbreitet diesen Brief auch an andere Leute, Organisationen und Netzwerke
damit mehr Leute davon erfahren!
Im Namen von Yasamba und Kasamba: Vielen herzlichen Dank!
Jerusalem, 2. Januar 2010
Hier sind einige Links um sich detaillierter über die Situation in Sheikh Jarrah zuinformieren:
http://www.taz.de/1/politik/nahost/artikel/1/sie-schlagen-und-schiessen-auf-uns/
http://www.peacenow.org.il/site/en/peace.asp?pi=61&fld=620&docid=3594
http://www.ir-amim.org.il/eng/?CategoryID=324
Al-Ma’asara:
http://palsolidarity.org/2009/11/9451
Presse:
http://www.haaretz.com/hasen/spages/1135709.html
http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1261364542812&pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull
This entry was posted on Montag, Januar 11th, 2010 at 7:22 pm and is filed under Militarismus, Politik, Repression, Ziviler Ungehorsam, kreative Aktionsformen. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.
