Mutig Mutig!

Beispiele für eine gerechtere Welt

Unsere Wahl: Soziale Revolution

Eine interessante Anti-Wahl- Initiative, die ebenfalls die Anti-Wahl-Aktionswoche ins Leben gerufen haben. Bis 19.09 habt ihr, wenn ihr denn auch fühlt, dass eure Stimme eh nichts ändert, neben dem üblichen Plakate verschönern (Achtung strafbar, daher natürlich nur in GEDANKEN), auch noch die Gelegenheit, eure Wahlberechtigung …(Glücklich sei der/die, der/ die sie hat, das ist in unserem demokratischen Land nämlich nicht jeder hier wohnhaften Person vergönnt, zum Beispiel Flüchtlingen/ in die Psychiatrie Abgeschobenen (“Entmündigte”)/Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahren ( ja genau, das sind die, die die Folgen der Klimakatastrophe aushalten müssen, wenn Steinmeier, Merkel, Gysi schon das Zeitliche gesegnet haben)

Nun, also ihr könnt eure Wahlberechtigung einfach in den nächsten Mülleimer werfen, oder noch besser:

Schickt sie an das:

Wahlboykott-Postfach – Wieso, weshalb, warum?

Das Anti-Wahl-Postfach
Am 19. September: Stimme erheben statt Stimme abgeben!

[Liste der Postfächer]

Wahlboykott ist nicht „unpolitisch“

Das Problem beim Nicht- oder Ungültigwählen ist, dass nicht klar
ersichtlich wird, welche Menschen aus politischen Gründen mit dieser Form
des Protestes die Wahl boykottiert haben. Die abgegebenen ungültigen
Stimmen (anreißen, mehrfach ankreuzen usw.) werden bei einer Wahl nur
bedingt angezeigt und werden auf der Wahlstatistik meist unter der Rubrik
„Sonstiges“ mit einer Vielzahl von Kleinstparteien geführt.

Außerdem werden Menschen, die die Wahl boykottieren, egal in welcher Form,
als „politikfaul“ gewertet. Der Grund dafür ist, dass Politik in erster
Linie im parlamentarischen Rahmen gedacht wird. Politische Arbeit
außerhalb des Parlaments erfährt so gut wie kein Gehör und jede Form von
Protest, die sich nicht an die demokratischen Spielregeln hält, wird
ebenfalls als „unpolitisch“ abgetan.

Was ist das Anti-Wahl-Postfach?

Um dieser Misere praktisch zu begegnen sollen im Rahmen der Kampagne auf
lokaler Ebene Anti-Wahl-Postfächer eingerichtet werde. Hiermit wird die
Möglichkeit geboten sein, ein symbolisches „Nein zum System!“ zu äußern.
Menschen, die sich mit dem Parlamentarismus nicht abfinden wollen, können
hier ihre Wahlbescheinigungen einsenden. Die Wahlbescheinigungen werden
zeitnah zur Bundestagswahl ausgezählt und ihre Anzahl durch unsere
Pressearbeit und verschiedene Aktionen publik gemacht.

Hiermit werden die Menschen sichtbar gemacht, die sich eben nicht am
Wahlspektakel beteiligen wollen und sich mit den Inhalten der (unserer?)
Kampagne identifizieren können. Mit dem Konzept des „Anti-Wahl-Postfachs“
heben wir die tatsächliche Vielzahl der Menschen hervor, die nicht aus
Unwissenheit oder „Faulheit“ ungültig oder gar nicht gewählt haben. Dies
verdeutlicht umso mehr die Existenz vom politisch denkenden Menschen
außerhalb des parlamentarischen Rahmens. Der Wahl als Prozedere, in dem
jede_r vereinzelt in der Wahlkabine seinen Stimmzettel abgibt, so z.B.
auch beim Ungültigwählen, setzen wir eine kollektive Aktionsform entgegen.
Anstatt per Stimmzettel den Staat zu legitimieren, nutzen wir die
Wahlbescheinigungen, um daraus Protestkapital gegen den Staat zu schlagen.

Wie wird’s gemacht?

-Die Wahlbescheide werden rund eine Woche vor der Bundestagswahl am 27.
September 2009 jedem_jeder Wahlberechtigten per Post zugesandt.

-Bei der Wahlbescheinigung werden (nach Belieben) Namen und Adresse
geschwärzt, falls mensch seine persönlichen Daten nicht „öffentlich“
preisgeben will.

-Der eigene Wahlbescheid wird an eines der Postfächer der Kampagne in der
eigenen Region geschickt.

-Bis zum 19. September (Sa.) 2009 müssen die Wahlbescheide bei den lokalen
Anti-Wahl-Postfächern eingesandt werden. Die Auszählung wird an diesem
Wochenende dann regional von den Aktiven der Kampagne und allen
Helfer_innen durchgeführt.

-Am 26. September, dem Samstag nach der Auszählung der
Wahlboykott-Postfächer, werden die Ergebnisse bekannt gegeben.
Ansonsten gibt es bei der bundesweiten Wahlboykott-Demo am 26. September
in Berlin noch für alle Nachzügler die Möglichkeit, ihre Wahlbescheide
einzureichen.

Ansonsten gibt es bei der bundesweiten Wahlboykott-Demo am 26. September
in Berlin noch für alle Nachzügler die Möglichkeit, ihre Wahlbescheide
einzureichen.

PS: Am 22.09 werde ich beim Schloßgespräch Ahaus auch an einer Podiumsdiskussion “Mehr als nur wählen-Möglichkeiten politischer Partizipation” teilnehmen. Das passt ja wie die Faust aufs Auge, wie die Made in den Speck und wie blöde Methaphern abend nach 10.

This entry was posted on Donnerstag, September 17th, 2009 at 9:13 pm and is filed under Direkte Aktion, Kritik am Bestehenden, Politik. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

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