RWE will Persiflage auf “Primaklima” verbieten lassen
RWE, einer der 4 Strom(fast)monopolisten Deutschlands fühlt sich offenbar von einer Kampagne von Urgewald e.V., einer kleinen Anti-Atomstrom NGO, zu Unrecht verglimpft und will daher ein Gerichtsverfahren gegen sie anstrengen.
RWE ist bekannt dafür, allen möglichen Wahnsinn zuveranstalten,wie z.B. Atomkraftwerke in Erdebebengebiete zu bauen oder die Gewinnausschüttung für die Vorstandsetagen zu erhöhen, aber keinesfalls für die Strompreissenkung für den Kunden oder tatsächliche Investitionen in nachhaltige Energielösungen, wie Mikrostromerzeugung, die ihr Machtmonopol ankratzen könnten.
Wer das nun aber publik machen will, bekommt natürlich gleich mit den Anwälten des Energiemultis zu tun, was aber der Dringlichkeit und Wahrhaftigkeit derlei Anliegen keinesfalls einen Abbruch tut, sondern eher den Konzern noch unsympathischer erscheinen lässt. Greenwashing klappt eben doch nicht immer.
Urgewald ruft dazu auf, die Grafik zu verbreiten, indem ihr sie auf eure Webseite hochladet, ausdruckt, verteilt oder was euch sonst noch so einfällt und natürlich ist Stromwechsel angesagt, falls ihr noch bei einem der Atomstrommultis euren Saft bezieht.
Ideen zur Stromselbstversorgung mit geringen Investitionskosten gibt es auch beim Packpapierverlag in seiner Reihe “Einfälle statt Abfälle”
Aktionen gegen RWE von Urgewald
Aktionen gegen RWE von Ausgestrahlt
This entry was posted on Freitag, April 3rd, 2009 at 10:23 am and is filed under Energieversorgung. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

1:10 pm on April 7th, 2009
Wenn RWE rechtliche Schritte gegen diese Kampagne vornehmen will, wird das ganze Thema doch nur noch mehr aufgebauscht. Klar für Urgewald kommt das ja gerade recht, aber bei RWE widerspricht es sich ja dann doch irgendwie.
10:48 am on April 8th, 2009
Das ist natürlich eine interessante Frage. Was genau RWE damit bezweckt, wird die normale Öffentlichkeit wohl nie so recht ergründen können, dass Urgewald allerdings einen Prozess gegen sich selbst in Zusammenarbeit mit der RWE-Führungsetage anstrebt, erscheint mir doch recht absurd. Vielleicht hat RWE hat nicht mit einer derartigen Medienresonanz und Solidaritätsbekundungen mit Urgewald gerechnet und wollte das schnell und “sauber” erledigen und dabei Urgewald eventuell auch noch ihrer ohnehin dürftigen Finanzen entledigen, damit die in Zukunft nicht mehr so viel Rabatz machen können?