Sprötze bei Hamburg soll demnächst eine vermeintliche industrielle Aufwertung erfahren: durch eine Hühnermastanlage, in der 36,800 Tiere ein kurzes und elendes Dasein fristen würden. Während alle Formen der Tierhaltung Ausbeutung und Verdinglichung von Lebewesen beinhalten, stellt die Mast eine besonders extreme Form dar. Auch ihre Auswirkungen auf die Umwelt sind enorm. Aufgrund dieser verschiedenen Aspekte ist die Mastanlage unbedingt abzulehnen und zu verhindern – und zwar nicht durch wie üblich still abnickende Behörden, sondern durch das Engagement von Anwohnern/innen und allen Menschen, die sich nicht mehr länger auf das Tun und Schaffen unserer Klimakanzlerin verlassen wollen.
In diesem Sinne findet bereits seit letztem Donnerstag eine Mahnwache im Rathauspark in Buchholz statt, mit buntem Programm
weitere Infos auf dem Blog: http://mastanlagesproetze.blogsport.de/
Rebellisches Zusammenkommen, Reden und Feiern in Frankfurt/Main vom 7.-9. Mai 2010
Wir, das Ya-Basta-Netz, laden euch ein, um miteinander zu reden, uns gegenseitig zuzuhören und zu feiern, voneinander zu lernen und Informationen auszutauschen und mit uns gemeinsam ein weiteres Stück von dem Weg zu machen, der uns zu einem menschlichen und würdigen Leben führt.
Ein Stück weiter auf unserem Weg in eine Welt, in der sich keine/r mehr alleine und isoliert, gedemütigt und unterdrückt, wütend, oder ohnmächtig, voller Angst und hilflos fühlen muss. Eine Welt, in der wir den Mut haben, zu träumen und unsere Träume Wirklichkeit werden lassen. Eine Welt, in der niemand mehr darauf wartet, dass Gerechtigkeit von “oben” kommt, weil alle wissen: Die müssen wir uns gemeinsam erkämpfen. Eine Welt, in der du nicht jeden Tag um deine Würde kämpfen musst, sei es auf den Ämtern, in der Schule, an der Uni, auf der Arbeit, auf der Strasse oder bei der Polizei. Eine Welt, in der niemand gezwungen ist, sich kaputt zu arbeiten – sei es, um überhaupt ein Dach über dem Kopf und etwas zu essen zu haben, oder weil du erwerbslos bist und ständig eingeredet bekommst, du seiest daran auch noch selbst schuld! Eine Welt, in der keine Kameras rumhängen, die jeden Schritt überwachen. Eine Welt, in der allen Bildung und Ausbildung zusteht – unabhängig vom Einkommen. Eine Welt, in der niemand mehr für „illegal“ erklärt wird und keine/r mehr fliehen muss, in der jede/r leben kann, wo sie/er will. Eine Welt, in der es für alle alles gibt, in der alle Zugang zu lebenswichtigen Ressourcen haben. Wir träumen von einer Welt, in der viele Welten Platz haben! Die Frage ist nur: Wie schaffen wir das? Es ist nicht nötig, die Welt zu erobern. Es genügt, sie neu zu schaffen. Durch uns. Heute!
Überall haben sich schon Menschen aufgemacht, um mit ihren Händen und Köpfen eine andere Welt zu bauen. Wir sind also nicht alleine und wir fangen nicht bei Null an. So haben zum Beispiel die Zapatistas mit ihrem Aufstand für Land und Freiheit in Chiapas/Mexiko 1994 die Welt aufgerüttelt, vielen Menschen Mut gemacht, indem sie zeigten: Es geht, sich zu wehren und etwas Neues, Anderes aufzubauen, es geht ohne Hierarchien, einander zuhören, fragend vorangehen, ohne die Welt zu erobern! In den folgenden Jahren sind autonome Gemeinden entstanden, Schulen und Krankenversorgung aufgebaut worden. Entscheidungen werden nach dem Konsensprinzip getroffen, d.h. alle Menschen im Dorf bestimmen mit. Obwohl sie von Anfang an (und zunehmend!) vom mexikanischen Staat bekämpft wurden – mit immer mehr Militär und paramilitärischen Gruppen – kämpfen die Zapatistas bis heute weiter gegen den neoliberalen Kapitalismus und für ein würdiges Leben. Ihr Kampf hat viele Gesichter. Unter anderem entstand die „Andere Kampagne“, eine Mobilisierung, die in mehreren Jahren, unabhängig von politischen Parteien, eine basisdemokratische Gesellschaft ohne Ausgrenzung und Unterdrückung aufbauen will.
Hierzulande gibt es reichlich basisdemokratische Ansätze in vielen Bereichen des Lebens. Es gibt zum Beispiel Handwerks- und Landwirtschaftsbetriebe, Lebensmittel- und Buchläden, Kindergärten, die selbstverwaltet mit kollektiven Strukturen funktionieren. Wagenplätze sind entstanden, manche so groß wie kleine Dörfer. Das Konzept des Mietshäusersyndikats ermöglicht es vielen Menschen, auch mit geringem Einkommen, Häuser zu kaufen und zu bewohnen. Das ist nur möglich durch das Prinzip der Solidarökonomie. Das heißt, Menschen geben ihr Geld nicht mehr den Banken, sondern konkreten Projekten und ermöglichen so die Hauskäufe. Ein anderes Beispiel sind nach wie vor besetzte Häuser, von denen eines die Au in Frankfurt ist. Die Au ist seit fast 27 Jahren besetzt und gemeinsam verteidigt und gehalten worden. Hier werden wir das Treffen veranstalten.
Es gibt viele Beispiele von Projekten, die eine andere Welt schon sichtbar machen. Wir möchten diese Projekte einladen, mit uns zusammen zu kommen und sich enger zu verflechten. Ebenso wichtig sind uns die vielen Menschen hier, die alleine und gedemütigt sind. Die nicht weiter wissen und ihre Träume von einem anderen, besseren Leben schon fast aufgegeben haben. Wir wollen aber auch zusammenkommen, um zu lernen von Menschen und Kämpfen, die hier von unten und links geführt werden: gegen Gentechnik und Atomkraftwerke, gegen Patriarchat, Ausbeutung und Unterdrückung, gegen Rassismus und Abschiebungen, gegen Faschismus und die FaschistInnen.
Wenn ich nicht tanzen kann, ist das nicht meine Revolution!
Was tun, wenn wir vom vielen Reden und Zuhören genug haben? Na, tanzen, feiern und demonstrieren! Und schöne, intensive Pausengespräche führen. Es gibt Livebands und Theater, darauf freuen wir uns schon riesig. Und selbstverständlich wollen wir auch, dass die ganze Stadt von uns Notiz nimmt. Mit Sambabands und Clowns, Aktionstheater und PinkSilver die eiskalte Bankenstadt Frankfurt ein bisschen wärmen, ihr vor Augen führen, wie Leben sein kann … Also Clowns, Sambabands und Theaterleute, kommt massenhaft. Ohne euch macht das Rebellieren viel weniger Spaß!
mehr Infos:
http://ya-basta-netz.de.vu/
Dieser Artikel ist von http://klimaschutzvonunten.blogsport.de/
Das Grüne Blatt ist eine vierteljährlich erscheinende Zeitschrift für Umweltschutz von unten. Das heißt es werden viele Umweltthemen aus einer herrschaftskritischen Sichtweise behandelt, aber auch völlig andere Themen, weil das grüne Blatt ein offenes Medium ist, in dem es keine Zensur ist.
Damit ist das grüne Blatt ein Experiment, und das einzige offene Printmedium im deutschsprachigem Raum. Offen heißt dass jede/r seine/ihre Artikel im grünen Blatt Wiki online stellen kann, und die Artikel dann in der nächsten Ausgabe abgedruckt werden. Offen heißt aber nicht, dass es egal ist was dort geschrieben wird. Bei Anti-emanzipatorischen Inhalten, sollte es immer Menschen geben die Aufmerksam sind, und direkt eine Stellungsnahme schreiben.
Unterstützen könnt ihr das grüne Blatt, indem ihr es lest, verteilt, und selber schreibt.
Das grüne Blatt braucht dringend AbonnentInnen: Informieren über Abos, kannst du dich hier, Aboschnippel, befinden sich in den grünen Blättern hinten drin.
Ein Brief aus Israel: Die Yasamba (Jerusalem) und die Kasamba (Tel Aviv) Gruppen bei den Demonstrationen in Ost-Jerusalem in der letzten Zeit in große Probleme geraten. Die Yasamba Gruppe geht wöchentlich auf Demonstrationen
in der Nachbarschaft Sheikh Jarrah, wo Juden und Araber gemeinsam gegen die
Vertreibung von arabischen Familien durch extrem-rechten israelischen
Organisationen, protestieren. Die Familien sind aufgrund der
Gerichtsverhandlungen verschuldet und sind nun ohne entsprechenden Ersatz fuer
ihre Häuser auf die Strasse gesetzt worden.
Seit der Gründung der Yasamba, vor weniger als einem Jahr, ist die Demonstration in Sheikh Jarrah von 50 auf 500 Leute angewachsen. Es hat viel Aufmerksamkeit inder israelischen Öffentlichkeit erzeugt und eine breite Gesellschaftsgruppeerreicht.Allerdings hat die Polizei entschieden, keine Demonstrationen mehr zu erlauben und vieleDemonstranten festgenommen. Speziell die Sambagruppe wurde geziehltangegriffen, ohne Begründung inhaftiert und durch das Konfiszieren der Trommeln mundtot gemacht. Das ganze lief in einer krassen Art ab, die mir nichts zu rechtfertigen ist.
Inhaftierung der Trommler auf dem Weg zur Demonstration:
Die erste Demonstration mit Polizei-Brutalität:
Überraschenderweise sind nach den ganzen Inhaftierungen noch mehr Leute zur Band gekommen,
die mitmachen wollen. Spenden aus europäischen Friedensstrukturen wird uns helfen weiterhin zu den Demonstrationen zu gehen, zu spielen und gegen die Ungerechtigkeit aufzubegehren. Wir zeigen
Solidarität mit den Familien und erreichen so auch die Isrealisch-Jüdische
Bevölkerung in West-Jerusalem, so dass alle erfahren was los ist.
Die Kinder aus der Nachbarschaft, die nach den Demonstrationen zu uns kommen freuen
sich sehr über uns und spielen mit uns. Wir planen ihnen auch Instrumente zu
geben oder welche zu bauen.
Die Kasamba-Gruppe aus Tel-Aviv nimmt jede Woche an den friedlichen Demonstrationen
in dem palästinensischen Dorf Al-Ma’asara teil, wo sie den Kindern aus dem Dorf
das trommeln beibringen. Dort wird gegen den geplanten Bau der Mauer auf dem
Gebiet des Dorfes demonstriert.
Bitte verbreitet diesen Brief auch an andere Leute, Organisationen und Netzwerke
damit mehr Leute davon erfahren!
Im Namen von Yasamba und Kasamba: Vielen herzlichen Dank!
Jerusalem, 2. Januar 2010
Hier sind einige Links um sich detaillierter über die Situation in Sheikh Jarrah zuinformieren:
http://www.taz.de/1/politik/nahost/artikel/1/sie-schlagen-und-schiessen-auf-uns/
http://www.peacenow.org.il/site/en/peace.asp?pi=61&fld=620&docid=3594
http://www.ir-amim.org.il/eng/?CategoryID=324
Al-Ma’asara:
http://palsolidarity.org/2009/11/9451
Presse:
http://www.haaretz.com/hasen/spages/1135709.html
http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1261364542812&pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull
Seit dem 3. Dezember besetzen die AnwohnerInnen Jürgen und Olivia eine Eiche im Gählerpark in Hamburg-Altona um den Bau der sogenannten Moorburgtrasse zu stoppen. Seit einigen Tagen haben sie Gesellschaft: mehrere Aktive von ROBIN WOOD besetzten 2 Bäume im gleichen Park. Sie und die Bürgerinitiative vor Ort verbindet ein Ziel: Das Klimakillerkraftwerk Moorburg zu verhindern. Weihnachten werden sie auf und an denen Bäumen verbringen.
„Klimapolitik heißt für uns: nicht warten, dass die Mächtigen auf Konferenzen die Welt retten, sondern vor Ort handeln. Deshalb stellen wir uns hier und heute den Klimasauereien von Vattenfall in den Weg“,
sagt ROBIN WOOD-Baumbesetzerin Cécile.
Der Energiekonzern Vattenfall will eine rund 12 Kilometer lange Fernwärmetrasse bauen, die vom neuen Kohlekraftwerk Moorburg quer durchs Hafengebiet und Altona bis nach Diebsteich führen soll. ROBIN WOOD
fordert einen Verzicht auf die Trasse, einen Baustopp für das Kohlekraftwerk Moorburg sowie einen grundlegenden Wechsel in der Energiepolitik der Stadt: weg von extrem klimaschädlichen
Großkraftwerken in der Hand marktbeherrschender Konzerne hin zu dezentralen Strukturen auf Basis erneuerbarer Energien. Der Bau der Trasse ist zudem ein Paradebeispiel dafür, wie die Stadt Hamburg Rechte von AnwohnerInnen bei der Planung großer Bauvorhaben missachtet, einseitig Wirtschaftsinteressen berücksichtigt und städtisches Grün vernichtet.
Vattenfall baut derzeit im Stadtteil Moorburg ein 1.600-Megawatt-Kohlekraftwerk. Über acht Millionen Tonnen Kohlendioxid wird diese Dreckschleuder künftig Jahr für Jahr in den Hamburger Himmel
blasen und damit das Klima doppelt so stark belasten wie der gesamte Straßenverkehr in der Hansestadt. Anstatt das alte Heizkraftwerk Wedel durch ein modernes 800-Megawatt-Gaskraftwerk zu ersetzen, hat sich der Konzern für ein doppelt so großes Kohlemonster an die Elbe entschieden – und vom schwarz-grünen Senat dafür grünes Licht bekommen. Trotz der an sich sinnvollen Fernwärmeauskoppelung wird dieses Kraftwerk nur einen Wirkungsgrad von maximal 60 Prozent erreichen und damit wesentlich
ineffizienter arbeiten als ein modernes Gaskraftwerk. Ohne die Fernwärmetrasse ließe sich das Kraftwerk Moorburg nicht rentabel bewirtschaften. Die Trasse ist somit die Achillesferse des Riesen
Vattenfall.
Mehr als 9 Millionen Tonnen CO2 soll das im Bau befindliche Steinkohlekraftwerk Moorburg jährlich in Hamburg emittieren. Das finden Initiativen und ROBIN WOOD unzeitgemäß und fordern ein Ende des Projekts. Durch den Gählerpark soll die sogenannte Moorburgtrasse gebaut werden, eine Fernwärmeleitung und gleichzeitig die Achillesferse des Bauprojektes.
Dazu erklärt Olivia, eine der Anwohnerinnen, die seit dem 3. Dezember eine Eiche im Park besetzt: „Wir setzen hier ein Zeichen gegen die lebensverachtenden, profitorientierten Pläne über unseren Lebensraum, die Politik und Vattenfall ohne Bürgerbeteiligung durchboxen wollen. Es ist Zeit, uns gemeinsam stark zu machen für die Dinge, die schön und lebenswert sind in unserer Stadt Hamburg.“
Daniel H. von ROBIN WOOD weiter: „Die Politik hat in Kopenhagen versagt, es ist notwendig, eine Klimabewegung von unten zu schaffen. Jeder und jede kann etwas tun, z.B. zu einem Ökostromanbieter wechseln, da geht das Licht nicht aus, dies ist einfach und spart pro Person mehr als eine Tonne CO2.“
Für die Trasse soll eine neun Meter breite Schneise durch den Grünzug Altona geschlagen werden. Entlang der Trasse sollen rund 400 Bäume gefällt werden, für die es vor Ort keinen angemessenen Ersatz geben wird. Trotz dieses massiven Eingriffs sind weder BürgerInnen noch Naturschutzverbände an der Planung beteiligt worden. ROBIN WOOD hält dies – ebenso wie der BUND Hamburg, der dagegen Klage eingereicht hat – für rechtswidrig. Das Verwaltungsgericht Hamburg will eine erste Entscheidung voraussichtlich am 15. Januar treffen.
Die BaumbesetzerInnen freuen sich über Besuch und Unterstützung in Form von heißen Getränken, warmen Essen und Aktionsideen.
Auch ansonsten geht in Hamburg gerade ziemlich viel. Erst vor kurzem gab es die breite Bündnisdemo “Recht auf Stadt“, die allerdings wiedereinmal unverhältnismäßig von Staatsmacht gegängelt wurde und der der Eintritt in die Innenstadt verwehrt wurde. Welch ein Paradoxon, BürgerInnen, die sich für eine lebenswerte (Innen)Stadt einsetzen, am besten gleich mal auszusperren. Das Gängeviertel wurde vom Senat zurückgekauft, in letzter Minute, bleibt abzuwarten, was nun mit den KünstlerInnen passiert. Befriedungstaktik oder echte Chance auf Stadtumbau von unten?
Desweiteren kämpfen im Schanzenviertel ( da wo die Bambule auch mal war) und St.Pauli Alteingessenen und Leute ohne viel Kohle gegen Gentrifizierungstendenzen und besetzten dabei schon mal einen IKEA. Auch Eltern mit gehinderten Kindern haben ein Haus besetzt.
Am 31.12 gibt es abends um 23:00 Uhr eine Demo zum Knast. Dorthin gehen auch etliche vom immer noch stattfindenden Jugendumweltkongress Jukss.
Das hat der VS mit den Antideutschen ja gut hingekriegt. Wo die Linke sich selbst zerfleischt, ist es für Staat und Investoren nicht mehr gefährlich. Wer diese geniale Idee nur hatte? Vielleicht erfahren wir es im nächsten Jahrzehnt. Die Spannnung STEIGT!